Asana

Alle herausragenden Verkünder und Lehrer der echten Yoga-Praxis haben stets auf die Bedeutung der Asanas (Yoga-Stellungen) hingewiesen. In den klassischen Yoga-Texten finden wir detaillierte Beschreibungen der korrekten Ausführung, der Auswirkungen und Segnungen der verschiedenen Asanas. Diese haben in der heutigen Zeit wieder grosse Bedeutung erlangt.


Die westlichen Systeme von Leibesübungen, die vor allem auf eine Zunahme der Muskelmasse, auf gutes Aussehen und Körperkraft abzielen, sind überall auf der ganzen Welt sehr verbreitet. Diese Systeme basieren fast ausschliesslich auf Prozessen, die in den Muskeln eine grosse Spannung bewirken, ohne dass den einzelnen Muskelgruppen eine entsprechende Entspannung gegönnt wird. Die während diesen Übungen geforderte Anstrengung schadet insbesondere der Knochenhaut und dem Knorpel in den Gelenken, die beim Krafttraining überbeansprucht werden. Durch übermässige Anspannung des Bewegungsapparats kann es so zu mehr oder weniger starken organischen Verletzungen kommen. Daraus können sich Beschwerden wie Arthritis (chronische Gelenkentzündung) bis hin zu Arthrosen (dauerhafter Verschleiss von Gelenkknorpel) entwickeln, was gesunde, kräftige Menschen zu Krüppeln machen kann.

Die Yoga-Stellungen hingegen haben nicht zum Ziel, einen aussergewöhnlich schönen Körperbau oder enorme Körperkraft zu verleihen. Ihr einziges Ziel ist ein harmonisches Zusammenspiel von Muskeln, Nerven und Drüsen, und während des Übens ist eine Anspannung gewisser Muskelgruppen stets gefolgt von einer bewussten Entspannung derselben oder gleichzeitiger Entspannung anderer Muskeln und Sehnen. Bei allen Übungen wird zusammen mit der körperlichen Anstrengung immer eine Verbindung zum Geistigen hergestellt, so dass die unvorstellbar tiefen und grossen Kraftreservoire des menschlichen Geistes dazu verwendet werden, eine perfekte und ausgewogene Körperkultur zu entwickeln, wie es keine bessere gibt.

 

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